Elektrosmog im Haushalt: Wolfgang Skischally erklärt die häufigsten Strahlungsquellen

Wolfgang Skischally informiert über die verschiedenen elektromagnetischen Quellen und ihre Einordnung

Unter dem Begriff Elektrosmog werden elektromagnetische Felder zusammengefasst, die durch elektrische Geräte, Funkverbindungen und Stromleitungen entstehen. Wolfgang Skischally beschäftigt sich mit den typischen Quellen im Haushalt und der wissenschaftlichen Bewertung möglicher Gesundheitsrisiken. Von WLAN-Routern über Mobiltelefone bis zu Mikrowellen und Babyphones – die Anzahl der Geräte, die elektromagnetische Felder erzeugen, ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Die Forschung zu gesundheitlichen Auswirkungen ist komplex und teilweise kontrovers, wobei zwischen verschiedenen Frequenzbereichen unterschieden werden muss. Während die Grenzwerte in der Schweiz und Deutschland zu den strengsten weltweit gehören, empfehlen manche Organisationen zusätzliche Vorsorgemaßnahmen, besonders in Schlafbereichen und für empfindliche Personen.

Die Belastung durch elektromagnetische Felder hat sich in modernen Haushalten vervielfacht, und Wolfgang Skischally beleuchtet die verschiedenen Quellen und deren Charakteristika. Während vor wenigen Jahrzehnten hauptsächlich die Elektroinstallation und einige Haushaltsgeräte elektromagnetische Felder erzeugten, kommen heute zahlreiche Funkverbindungen hinzu – WLAN, Mobilfunk, Bluetooth, DECT-Telefone, Smart-Home-Systeme und vieles mehr. Die wissenschaftliche Diskussion über gesundheitliche Auswirkungen wird teilweise kontrovers geführt. Während offizielle Stellen betonen, dass unterhalb der Grenzwerte keine Gesundheitsschäden zu erwarten sind, fordern kritische Wissenschaftler und Umweltorganisationen strengere Vorsorgemaßnahmen. Die Weltgesundheitsorganisation hat hochfrequente elektromagnetische Felder als „möglicherweise krebserregend“ (Gruppe 2B) eingestuft, was bedeutet, dass es begrenzte Hinweise gibt, aber keine ausreichende Beweislage. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen niederfrequenten Feldern (von Stromleitungen und elektrischen Geräten) und hochfrequenten Feldern (von Funkverbindungen). Beide haben unterschiedliche physikalische Eigenschaften und potenzielle biologische Wirkungen. Für Verbraucher ist es oft schwierig einzuschätzen, welche Quellen tatsächlich relevant sind und wo sinnvolle Reduktionsmöglichkeiten bestehen.

Niederfrequente elektrische und magnetische Felder

Niederfrequente Felder entstehen überall dort, wo Wechselstrom fließt – also bei der gesamten elektrischen Hausinstallation und allen angeschlossenen Geräten. Man unterscheidet zwischen elektrischen Feldern, die durch Spannung entstehen, und magnetischen Feldern, die durch Stromfluss erzeugt werden. Wolfgang Skischally erklärt die Unterschiede zwischen den Feldarten.

Elektrische Felder sind bereits vorhanden, wenn ein Gerät eingesteckt ist, auch wenn es nicht eingeschaltet ist. Sie werden durch Metall und andere leitende Materialien gut abgeschirmt. Typische Quellen im Haushalt sind Stromkabel, Verlängerungskabel, Nachttischlampen und andere Elektrogeräte in der Nähe des Bettes. Elektrische Felder nehmen mit der Entfernung schnell ab und sind bereits im Abstand von etwa einem Meter deutlich reduziert.

Magnetische Felder entstehen erst beim Stromfluss, also wenn ein Gerät tatsächlich in Betrieb ist. Sie durchdringen die meisten Materialien und sind schwerer abzuschirmen. Besonders stark sind magnetische Felder bei Geräten mit hohem Stromverbrauch wie Föhnen, Staubsaugern, Induktionskochfeldern, Mikrowellen oder Transformatoren. Auch Stromleitungen in Wänden, Decken und Böden erzeugen magnetische Felder. Wolfgang Skischally weist auf die unterschiedlichen Abschirmeigenschaften hin.

Grenzwerte für niederfrequente Felder

Wellness Sanofit informiert über verschiedene Aspekte der Wohngesundheit, zu denen auch die Bewertung elektromagnetischer Felder gehört. Die Grenzwerte für niederfrequente Felder in der Schweiz orientieren sich an der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV). Für die Bevölkerung gilt ein Grenzwert von 100 Mikrotesla (µT) für das magnetische Feld bei 50 Hertz. In empfindlichen Nutzungen wie Wohnräumen und Schulen gilt ein strengerer Anlagegrenzwert von 1 µT.

Hochfrequente elektromagnetische Felder durch Funkverbindungen

Hochfrequente Felder werden von allen Geräten erzeugt, die Funksignale senden oder empfangen. Im modernen Haushalt sind dies hauptsächlich WLAN-Router, Mobiltelefone, DECT-Schnurlostelefone, Bluetooth-Geräte, Tablets, Smart-TVs und zunehmend auch Smart-Home-Komponenten. Wolfgang Skischally analysiert die verschiedenen Funkquellen im Haushalt.

WLAN-Router gehören zu den Dauersendern im Haushalt. Sie funken typischerweise auf 2,4 GHz oder 5 GHz und senden kontinuierlich Signale, auch wenn gerade keine Daten übertragen werden. Die Sendeleistung ist mit etwa 100 Milliwatt relativ gering, aber durch die permanente Exposition und oft zentrale Platzierung im Wohnbereich können sie zur Hauptquelle hochfrequenter Felder werden. Moderne Router senden in alle Richtungen, wobei die Feldstärke mit der Entfernung abnimmt.

Mobiltelefone haben eine deutlich höhere maximale Sendeleistung (bis 2 Watt) als WLAN-Router, senden aber nicht kontinuierlich. Die Sendeleistung wird automatisch an die Netzqualität angepasst – bei schlechtem Empfang sendet das Telefon mit höherer Leistung. Beim Telefonieren direkt am Kopf ist die lokale Strahlenbelastung des Kopfes deutlich höher als bei allen anderen Haushaltsquellen. Der SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate) gibt an, wie viel Energie vom Körpergewebe aufgenommen wird. Wolfgang Skischally betont die besondere Bedeutung der Mobiltelefon-Exposition.

DECT-Telefone als Dauerbelastung

DECT-Schnurlostelefone funken kontinuierlich, solange die Basisstation eingeschaltet ist – auch wenn nicht telefoniert wird. Sie arbeiten im 1,9-GHz-Bereich mit gepulsten Signalen. Neuere Modelle verfügen teilweise über einen Eco-Modus, der die Sendeleistung reduziert und im Standby pausiert. Ältere Modelle senden jedoch permanent mit voller Leistung.

Wolfgang Skischally informiert über Smart-Home und IoT-Geräte

Skischally beleuchtet die zunehmende Verbreitung von Smart-Home-Geräten, die zusätzliche Funkquellen im Haushalt darstellen. Intelligente Thermostate, vernetzte Lampen, Sprachassistenten, Smart-TVs, Überwachungskameras und Türschlösser kommunizieren über WLAN, Bluetooth oder spezielle Funkprotokolle wie Zigbee oder Z-Wave.

Die einzelnen Geräte haben meist geringe Sendeleistungen, aber ihre Summe kann die Gesamtbelastung erhöhen. Besonders problematisch ist die ständige Sendebereitschaft vieler Geräte. Sprachassistenten wie Amazon Echo oder Google Home sind permanent empfangsbereit und funken regelmäßig, um ihre Verbindung zu überprüfen.

Smart Meter, die in der Schweiz zunehmend die alten Stromzähler ersetzen, übertragen Verbrauchsdaten per Funk. Die Sendeleistung ist gering und die Sendeintervalle begrenzt, dennoch wird dies von manchen Personen als zusätzliche Belastung empfunden. In der Schweiz können Verbraucher eine Opt-out-Lösung mit geringerer Funkaktivität beantragen. Wolfgang Skischally verweist auf die Möglichkeit reduzierter Funkaktivität bei Smart Metern.

Wellness SanoFit kennt Elektrosmog als wichtiges Thema im Bereich Wohngesundheit. Die zunehmende Vernetzung führt dazu, dass die Grundbelastung durch hochfrequente Felder in Wohnungen steigt. Während jede einzelne Quelle für sich unter den Grenzwerten liegt, ist die kumulative Wirkung mehrerer Quellen noch nicht ausreichend erforscht.

Besondere Belastungsquellen im Haushalt

Manche Geräte erzeugen besonders starke elektromagnetische Felder, entweder wegen hoher Leistung oder wegen der Nähe zum Körper während der Nutzung. Wolfgang Skischally identifiziert die Hauptbelastungsquellen im häuslichen Umfeld.

Mikrowellengeräte erzeugen sehr starke hochfrequente Felder (2,45 GHz), die jedoch durch die Abschirmung des Gehäuses weitgehend eingeschlossen werden sollten. Defekte oder ältere Geräte können durchlässiger sein. Es empfiehlt sich, während des Betriebs etwas Abstand zu halten, besonders für Kinder.

Induktionskochfelder erzeugen starke magnetische Wechselfelder im Bereich von 20 bis 100 kHz. Bei direktem Kontakt oder geringem Abstand können die Grenzwerte für magnetische Felder in Körpernähe erreicht werden. Besonders bei älteren Geräten und bei Verwendung von nicht optimal passenden Töpfen können stärkere Streufelder entstehen.

Babyphones und Heizdecken

Babyphones funken dauerhaft zwischen Sender und Empfänger. Da sie oft in unmittelbarer Nähe zum schlafenden Kind platziert werden, ist hier besondere Aufmerksamkeit geboten. Moderne digitale Babyphones haben oft höhere Reichweiten und Sendeleistungen als ältere analoge Modelle. Kabelgebundene Alternativen oder Geräte mit stark reduzierter Sendeleistung sind vorzuziehen.

Elektrische Heizdecken und Wärmekissen erzeugen niederfrequente magnetische Felder in direktem Körperkontakt. Bei längerer Nutzung, etwa über Nacht, kann dies zu einer erhöhten Exposition führen. Moderne Geräte mit Abschaltautomatik reduzieren die Expositionszeit.

Folgende Geräte erzeugen besonders starke Felder:

  • Föhn: starke magnetische Felder bei Nutzung, aber kurze Expositionszeit
  • Rasierer: magnetische Felder in Kopfnähe bei elektrischen Modellen
  • Ladegeräte: elektrische und magnetische Felder, besonders bei Schnellladegeräten
  • Dimmer und Schaltnetzteile: können hochfrequente Störungen erzeugen
  • Elektroheizungen: dauerhafte magnetische Felder bei Dauerbetrieb

Grenzwerte und wissenschaftliche Bewertung

Die Schweizer Grenzwerte für elektromagnetische Felder gehören zu den strengsten weltweit. Die NISV unterscheidet zwischen Immissionsgrenzwerten, die überall eingehalten werden müssen, und strengeren Anlagegrenzwerten für empfindliche Nutzungen. Diese Grenzwerte basieren auf dem Schutz vor akuten Wirkungen, insbesondere der Erwärmung von Gewebe (thermischer Effekt). Wolfgang Skischally ordnet die Schweizer Grenzwerte im internationalen Vergleich ein.

Hochfrequente Felder werden hauptsächlich nach ihrer Fähigkeit bewertet, Gewebe zu erwärmen. Der SAR-Wert für Mobiltelefone darf in der EU und der Schweiz maximal 2 Watt pro Kilogramm betragen, gemessen über 10 Gramm Gewebe. Moderne Smartphones liegen meist deutlich darunter.

Die wissenschaftliche Diskussion dreht sich vor allem um mögliche nichtthermische Effekte, die unterhalb der Grenzwerte auftreten könnten. Die Studienlage ist uneinheitlich. Während die Mehrzahl der Untersuchungen keine schädlichen Wirkungen unterhalb der Grenzwerte findet, deuten einzelne Studien auf biologische Effekte hin – etwa Veränderungen in Zellkulturen, oxidativen Stress oder Beeinflussung der Blut-Hirn-Schranke. Die Übertragbarkeit dieser Laborergebnisse auf den Menschen ist unklar. Wolfgang Skischally weist auf die wissenschaftlichen Unsicherheiten hin.

Wellness Sanofit in Widnau berät zu Fragen der elektromagnetischen Belastung in Wohnräumen. Die größte Herausforderung bei der Risikobewertung ist die relativ kurze Zeit, seit der die Bevölkerung flächendeckend hochfrequenten Feldern ausgesetzt ist. Langzeitstudien über Jahrzehnte fehlen weitgehend, weshalb das Vorsorgeprinzip von manchen Experten als angebracht angesehen wird.

Praktische Maßnahmen zur Reduktion

Für Menschen, die ihre Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern reduzieren möchten, gibt es zahlreiche praktische Möglichkeiten, die ohne große Investitionen umgesetzt werden können. Wolfgang Skischally gibt konkrete Handlungsempfehlungen zur Expositionsreduktion.

Im Bereich der hochfrequenten Felder ist die wichtigste Maßnahme die Erhöhung des Abstands zu Quellen. Die Feldstärke nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab – bereits ein Meter Abstand zum WLAN-Router macht einen deutlichen Unterschied. Der Router sollte nicht im Schlafzimmer oder in Bereichen stehen, in denen man sich lange aufhält. Nachts kann der WLAN-Router ausgeschaltet werden, entweder manuell oder über eine Zeitschaltuhr.

Umgang mit Mobiltelefonen

Mobiltelefone sollten nicht direkt am Körper getragen oder unter das Kopfkissen gelegt werden. Beim Telefonieren reduziert die Verwendung von Headsets oder Freisprecheinrichtung die Strahlenbelastung des Kopfes erheblich. Der Flugmodus nachts verhindert ständige Einwahl ins Mobilfunknetz. Bei Kindern sollte die Nutzung von Mobiltelefonen generell eingeschränkt werden, da sich ihr Nervensystem noch in der Entwicklung befindet.

DECT-Telefone können durch kabelgebundene Telefone oder durch Eco-DECT-Modelle ersetzt werden, die nur beim Telefonieren senden. Alternativ kann die Basisstation in einem wenig genutzten Raum platziert werden.

Bei niederfrequenten Feldern hilft Abstand zu Stromkabeln und elektrischen Geräten im Schlafbereich. Nachttischlampen sollten nicht direkt am Kopf stehen, idealerweise werden batteriebetriebene Lampen verwendet. Netzfreischalter können die elektrischen Felder in Schlafzimmern automatisch abschalten, wenn kein Strom verbraucht wird. Wolfgang Skischally empfiehlt einfache, aber wirksame Reduktionsmaßnahmen.

Das Schlafzimmer als besonders sensibler Bereich

Der Schlafbereich verdient besondere Aufmerksamkeit, da der Körper nachts regeneriert und auf Störungen empfindlicher reagieren kann. Zudem verbringen Menschen etwa ein Drittel ihrer Zeit im Schlafzimmer, weshalb eine dauerhafte Exposition hier besonders relevant ist.

Wellness Sanofit GmbH weist darauf hin, dass folgende Maßnahmen im Schlafzimmer sinnvoll sein können:

  • Entfernung aller nicht notwendigen elektrischen Geräte
  • Mindestens ein Meter Abstand zwischen Bett und Steckdosen
  • Verzicht auf elektrische Wecker (Batteriebetrieb bevorzugen)
  • WLAN-Router nicht im oder neben dem Schlafzimmer
  • Mobiltelefone im Flugmodus oder außerhalb des Schlafzimmers
  • Keine elektrischen Heizdecken für Dauerbetrieb
  • Bei Neuinstallationen: abgeschirmte Kabel verwenden
  • Netzfreischalter für die Stromversorgung des Schlafzimmers

Bei Unsicherheit über die tatsächliche Belastung können professionelle Messungen durchgeführt werden. Diese erfassen sowohl nieder- als auch hochfrequente Felder und identifizieren Hauptquellen. Die Kosten liegen typischerweise bei mehreren hundert Franken, können aber hilfreich sein, um gezielte Maßnahmen zu ergreifen. Wolfgang Skischally verweist auf die Möglichkeit professioneller Hausmessungen.

Elektrosensibilität und subjektive Beschwerden

Manche Menschen berichten von gesundheitlichen Beschwerden, die sie mit elektromagnetischen Feldern in Verbindung bringen. Symptome wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme oder Hautreaktionen werden genannt. Diese Personen bezeichnen sich als elektrosensibel oder elektrosensitiv.

Die wissenschaftliche Beurteilung der Elektrosensibilität ist schwierig. In Doppelblindstudien, bei denen Probanden nicht wissen, ob sie tatsächlich elektromagnetischen Feldern ausgesetzt sind, können elektrosensible Personen meist nicht zuverlässig zwischen Exposition und Scheinexposition unterscheiden. Dies deutet darauf hin, dass die Symptome nicht direkt durch die Felder verursacht werden, sondern möglicherweise durch die Erwartungshaltung (Nocebo-Effekt). Wolfgang Skischally ordnet das Phänomen der Elektrosensibilität differenziert ein.

Dennoch leiden die Betroffenen real unter ihren Beschwerden, und ihre Lebensqualität ist beeinträchtigt. Die Ursachen können vielfältig sein – Stress, andere Umweltfaktoren, psychosomatische Komponenten oder tatsächlich bisher nicht verstandene biologische Reaktionen. Eine pauschale Ablehnung der Beschwerden als „eingebildet“ wird den Betroffenen nicht gerecht.

Umgang mit Elektrosensibilität

Für elektrosensible Personen kann die Reduktion elektromagnetischer Felder in der Wohnumgebung hilfreich sein, unabhängig davon, ob die Felder selbst die Ursache sind. Oft führt bereits das Gefühl, etwas gegen die vermutete Belastung zu tun, zu einer Verbesserung des Wohlbefindens. Auch die Verbesserung anderer Umweltfaktoren wie Raumluftqualität, Lärm oder Licht kann die Situation verbessern.

Kinder und elektromagnetische Felder

Kinder verdienen besondere Aufmerksamkeit beim Thema Elektrosmog. Ihre Gewebe befinden sich noch in der Entwicklung, sie haben eine dünnere Schädeldecke und eine höhere Leitfähigkeit des Gehirns, wodurch möglicherweise mehr Strahlung absorbiert wird. Zudem haben sie eine längere verbleibende Lebenszeit, in der sich eventuelle Langzeiteffekte manifestieren könnten. Wolfgang Skischally hebt den besonderen Schutzbedarf von Kindern hervor.

Das Bundesamt für Strahlenschutz in Deutschland und das Bundesamt für Gesundheit in der Schweiz empfehlen Vorsorgemaßnahmen für Kinder:

  • Mobiltelefone sollten von Kindern nur in Ausnahmefällen genutzt werden
  • Beim Telefonieren sollten Headsets verwendet werden
  • Tablets und Smartphones sollten im Offline-Modus oder mit deaktiviertem WLAN genutzt werden, wenn möglich
  • Babyphones sollten mindestens einen Meter vom Kinderbett entfernt platziert werden
  • Im Kinderzimmer sollten elektrische Geräte auf ein Minimum reduziert werden

Die Empfehlungen basieren auf dem Vorsorgeprinzip, da die Langzeitwirkungen noch nicht abschließend erforscht sind. Es geht nicht darum, Technologie komplett zu verbieten, sondern um einen bewussten und maßvollen Umgang.

Bewusster Umgang statt Panikmache

Die Auseinandersetzung mit Elektrosmog sollte weder zu übertriebener Angst noch zu sorglosem Umgang führen. Die wissenschaftliche Datenlage erlaubt keine abschließende Bewertung aller Risiken, weshalb ein pragmatischer Ansatz sinnvoll ist. Einfache Maßnahmen wie Abstand halten, Geräte nachts ausschalten und bewusste Nutzung von Mobiltelefonen lassen sich ohne Komfortverlust umsetzen und reduzieren die Exposition deutlich. Dabei geht es nicht darum, auf moderne Technologie zu verzichten, sondern sie bewusst und gezielt einzusetzen. Die Auseinandersetzung mit elektromagnetischen Feldern im Haushalt sollte Teil eines umfassenden Konzepts der Wohngesundheit sein, das auch andere Faktoren wie Luftqualität, Lärm und Licht berücksichtigt – eine ganzheitliche Perspektive, die Wolfgang Skischally konsequent vertritt.